ᐅ Finanzierung Photovoltaikanlage unrentabel?
Erstellt am: 06.04.13 09:49
Hallo zusammen,
ich hoffe, ich habe die Frage im richtigen Forum gestellt. Seit längerer Zeit hege ich den Verdacht, dass Photovoltaik-Anlagen eher eine Möglichkeit sind, sein Geld halbwegs sicher anzulegen anstatt wirklich so rentabel zu sein, wie oft behauptet wird. Da ich aber zur Zeit überlege, ob ich selbst eine solche Anlage installiere, habe ich mal folgende Rechnung aufgemacht. Vielleicht enthält sie Fehler, auf die ihr mich hinweisen könnt. Denn wenn es wirklich so aussieht, verstehe ich den Photovoltaik-Wahn nicht wirklich...
Ich bin von einer Investition von 30.000 Euro ausgegangen. Das ist ordentlich, lässt sich aber durch jeden anderen Betrag ersetzen.
Als Durchschnittspreis inkl. Installation habe ich Werte von ca. 3500 Euro für ein Modul mit einer Jahresleitung von 1000 kWh in Deutschland gefunden. Ich bin davon ausgegangen, dass 20% selbst genutzt und 80% eingespeist werden. Für selbst genutzten Strom habe ich zunächst 25 Cent Ersparnis pro kWh angesetzt mit einer jährlichen Steigerung um 1,5% (Strom wird teurer, Ersparnis steigt also). Für den eingespeisten Strom habe ich zunächst ebenfalls 25 Cent pro kWh angesetzt, habe aber ebenfalls eine Steigerung um 1,5% pro Jahr angenommen. Ist das überhaupt so? Wenn nein, sieht es ja ganz düster aus!! Außerdem habe ich angenommen, dass alle 15 Jahre Reparaturkosten von ca. 5.000 Euro anfallen z.B. für einen neuen Wechselrichter.
Dem habe ich a) eine Finanzierung zu 2,5% und b) eine Geldanlage mit einem Durchschnittszins von 1,5% in den nächsten 30 Jahren angesetzt. Das Ergebnis sieht so aus (wird klein angezeigt, einfach anklicken):

Fazit: Nach 30 Jahren steht durch die Photovoltaikanlage - wenn alles normal läuft - ein Plus von 6000 bis 7000 Euro. Dies aber nur unter der Voraussetzung, dass die jährliche Förderung immer um 1,5% steigt und der Guthabenzins in den kommenden 30 Jahren auf einem durchschnittlichen Niveau von nur 1,5% (!) bleibt. Ich komme daher zu der Interpretation, dass die Investition für mich doch mehr als zu hinterfragen ist...
Wo liegen die Fehler in meiner Finanzplanung???
ich hoffe, ich habe die Frage im richtigen Forum gestellt. Seit längerer Zeit hege ich den Verdacht, dass Photovoltaik-Anlagen eher eine Möglichkeit sind, sein Geld halbwegs sicher anzulegen anstatt wirklich so rentabel zu sein, wie oft behauptet wird. Da ich aber zur Zeit überlege, ob ich selbst eine solche Anlage installiere, habe ich mal folgende Rechnung aufgemacht. Vielleicht enthält sie Fehler, auf die ihr mich hinweisen könnt. Denn wenn es wirklich so aussieht, verstehe ich den Photovoltaik-Wahn nicht wirklich...
Ich bin von einer Investition von 30.000 Euro ausgegangen. Das ist ordentlich, lässt sich aber durch jeden anderen Betrag ersetzen.
Als Durchschnittspreis inkl. Installation habe ich Werte von ca. 3500 Euro für ein Modul mit einer Jahresleitung von 1000 kWh in Deutschland gefunden. Ich bin davon ausgegangen, dass 20% selbst genutzt und 80% eingespeist werden. Für selbst genutzten Strom habe ich zunächst 25 Cent Ersparnis pro kWh angesetzt mit einer jährlichen Steigerung um 1,5% (Strom wird teurer, Ersparnis steigt also). Für den eingespeisten Strom habe ich zunächst ebenfalls 25 Cent pro kWh angesetzt, habe aber ebenfalls eine Steigerung um 1,5% pro Jahr angenommen. Ist das überhaupt so? Wenn nein, sieht es ja ganz düster aus!! Außerdem habe ich angenommen, dass alle 15 Jahre Reparaturkosten von ca. 5.000 Euro anfallen z.B. für einen neuen Wechselrichter.
Dem habe ich a) eine Finanzierung zu 2,5% und b) eine Geldanlage mit einem Durchschnittszins von 1,5% in den nächsten 30 Jahren angesetzt. Das Ergebnis sieht so aus (wird klein angezeigt, einfach anklicken):
Fazit: Nach 30 Jahren steht durch die Photovoltaikanlage - wenn alles normal läuft - ein Plus von 6000 bis 7000 Euro. Dies aber nur unter der Voraussetzung, dass die jährliche Förderung immer um 1,5% steigt und der Guthabenzins in den kommenden 30 Jahren auf einem durchschnittlichen Niveau von nur 1,5% (!) bleibt. Ich komme daher zu der Interpretation, dass die Investition für mich doch mehr als zu hinterfragen ist...
Wo liegen die Fehler in meiner Finanzplanung???
Ich bin kein Experte auf dem Gebiet von Photovoltaik Anlagen, ich schreibe aber mal das, was ich - als ich mich letztes Jahr mit dem Thema befasst habe. Meine Auffassung kann allerdings zum Einen falsch gewesen sein, zum Anderen mittlerweile veraltet sein.
Bei mit Photovoltaik erzeugtem Strom gibt es keine Eigennutzung, zumindest nicht, wenn du ihn irgendwo im Haus speicherst.
Der Strom, den du mit deiner Photovoltaikanlage erzeugst, geht i.d.R. zu 100% in das öffentliche Netz. Dafür gibt es auch einen extra Stromzähler.
Deinen Verbrauchsstrom holst du dir zu 100% aus dem Netz. Ein anderer Zähler.
Nun kenne ich die Verrechnung der Beiden aber nicht. Wir nur Verbrauch minus Erzeugnis gerechnet und der Rest von dir zur Kw/h an den Stromanbieter bezahlt.
Oder bekommt man Summe X pro Kw/h für den erzeugten Strom und zahlt damit + noch offenen Betrag dann an den Stromanbieter.
Sollt Fall 2 eintreten, kann man ja nur verlieren. Denn während deine Rente fix pro Kw/h ist, steigen die Kosten für den Verbrauchsstrom ja an.
Neben den Reparaturkosten - die in 30 Jahren ebenfalls einer gewissen Teuerungsrate zum Opfer fallen - ist da noch die Wartung und natürlich zu beachten, dass die Anlage auch Jahr für Jahr, selbst bei gleich bleibenden Sonnenstunden, weniger Strom erzeugt. Die Module blassen aus, werden schmutzig, vielleicht geht sogar mal eins kaputt.
Am Ende - und da sind wir uns glaube fast schon einig - bezahlt man nur dafür, um etwas "grüner" zu werden und sein "öko Ego" zu beruhigen.
Außer dazu beizutragen, dass sich dein Stromanbieter wieder ein paar Kw/h erzeugten Ökostrom im Netz zu haben, für den er nicht einmal was tun musste, um dir dann hintenrum wieder einen über die "erneuerbare Energie" Wende rein zu würgen hat man glaube nix gewonnen.
Dann kauf ich mir lieber ein Auto von dem Geld. Der Wertverlust dürfte in etwa gleich sein.
Ist aber nur meine bescheide Meinung.
Bei mit Photovoltaik erzeugtem Strom gibt es keine Eigennutzung, zumindest nicht, wenn du ihn irgendwo im Haus speicherst.
Der Strom, den du mit deiner Photovoltaikanlage erzeugst, geht i.d.R. zu 100% in das öffentliche Netz. Dafür gibt es auch einen extra Stromzähler.
Deinen Verbrauchsstrom holst du dir zu 100% aus dem Netz. Ein anderer Zähler.
Nun kenne ich die Verrechnung der Beiden aber nicht. Wir nur Verbrauch minus Erzeugnis gerechnet und der Rest von dir zur Kw/h an den Stromanbieter bezahlt.
Oder bekommt man Summe X pro Kw/h für den erzeugten Strom und zahlt damit + noch offenen Betrag dann an den Stromanbieter.
Sollt Fall 2 eintreten, kann man ja nur verlieren. Denn während deine Rente fix pro Kw/h ist, steigen die Kosten für den Verbrauchsstrom ja an.
Neben den Reparaturkosten - die in 30 Jahren ebenfalls einer gewissen Teuerungsrate zum Opfer fallen - ist da noch die Wartung und natürlich zu beachten, dass die Anlage auch Jahr für Jahr, selbst bei gleich bleibenden Sonnenstunden, weniger Strom erzeugt. Die Module blassen aus, werden schmutzig, vielleicht geht sogar mal eins kaputt.
Am Ende - und da sind wir uns glaube fast schon einig - bezahlt man nur dafür, um etwas "grüner" zu werden und sein "öko Ego" zu beruhigen.
Außer dazu beizutragen, dass sich dein Stromanbieter wieder ein paar Kw/h erzeugten Ökostrom im Netz zu haben, für den er nicht einmal was tun musste, um dir dann hintenrum wieder einen über die "erneuerbare Energie" Wende rein zu würgen hat man glaube nix gewonnen.
Dann kauf ich mir lieber ein Auto von dem Geld. Der Wertverlust dürfte in etwa gleich sein.
Ist aber nur meine bescheide Meinung.
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