Leute, was wissen wir denn. Er sagt, er wohnt in SH. Das kann Norderstedt sein oder wedel, dann wird es teuer. oder auch Süderstapel, dann wird es ganz günstig und sie schmeissen ihm das Land voll erschlossen für 40/qm hinterher.
Er sagt, runde 200 tsd. will er ausgeben. Für das Haus. Ohne Nebenkosten, ohne Grund und Boden, ohne Anschlüsse und Garten-Landschaftsbau, etc. also klassisch schlüsselfertig. Das verkaufen hier in SH alle mit Bodenplatte ohne Malern und Tapezieren, ohne EBK. Er sagt nicht, er kann nicht mehr. er fragt nur: Lohnt es sich-ökonomisch, nicht ideell, nicht ökologisch, den Aufpreis hinzunehmen sagen wir für kfw 55 oder gar 40? Und er will wissen, ob besser massiv oder Fertig-Bau.Und er sagt, ein schlichtes Haus wäre ok, man sei nicht verwöhnt.
Auf seine Fragen habe ich eine Antwort versucht, ich denke, eine sachliche Antwort. Und dann kriegt er da nen Empörungswelle vorgesetzt, vom neverever über "Miete lieber" über "preislich unmöglich" über "Du hast eh keine Wahl". Und unser Haus muss herhalten als das Beispiel "Wenn du das willst, landest Du da, wo der gelandet ist." (Dabei ist das, was wir uns geleistet haben, in unserer Siedlung sowas von normal und alle bauen hier in etwa so auf dem Niveau.)
Ich will das mal klar stellen: Ich sag nicht: wer in Wiesbaden 500tsd. verballert, ist ja bekloppt. Da mag das das Niveau sein, und es dann nicht zu ändern. Bloss bitte nehmt hin: es geht woanders anders. Und ja, ich bleib dabei: Die kfw Standards sind Anreize, mehr zu dämmen, neuere Technik oder noch teure Technik einzusetzen, sie sind mit Förderungen verknüpft, aber diese Förderungen haben die Baufirmen durch ihre Aufpreise mehr als aufgefressen, und dann bringt das ökonomisch m.E. nichts. Für Gegenbeispiele bin ich offen. Kann nämlich auch sagen: Ok, hab mich geirrt. Da fällt mir kein Zacken aus der Krone. Karsten