ᐅ Hydrogeologisches Gutachten - Erdwärme, Luft-Wasser-Wärmepumpe oder Eisspeicher?
Erstellt am: 13.07.22 17:36
F
FCBenne04
Guten Abend zusammen,
wir möchten unsere Gasheizung (über 30 Jahre alt) gegen eine neue austauschen. Zudem wollen wir die klassischen Heizkörper entfernen und eine Fußbodenheizung im ganzen Haus installieren. Diese wollten wir in den Estrich einfräsen. Es sei denn eine Kompletterneuerung mit neuem Estrich etc. ist sinnvoller?
1) Hydrogeologisches Fachgutachten: Als Heizungsart hatten wir eine Erdwärmepumpe in Betracht gezogen (Geothermie). Da das Gebäude jedoch in einem Wasserschutzgebiet liegt, ist ein sog. hydrogeologisches Fachgutachten erforderlich, damit geprüft werden kann, ob Erdwärme zulässig ist und in welchem Ausmaß (Tiefe, Sole, Anzahl Bohrungen). Die Wasserbehörde ist da leider sehr genau. Ich habe das Merkblatt mit den Vorgaben für das Gutachten mal beigefügt.
Habt ihr schon mal von so einem hydrogeologischen Gutachten gehört und wisst ihr was das kostet? Wir können das Ganze leider gar nicht einschätzen und wollten uns mal erkundigen, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat.
2) Vergleich Luft-Wasser-Wärmepumpe und Erdwärme: Die beiden Systeme werden ja immer miteinander verglichen. Der eine sagt das, der andere das. Aber so richtige Fakten habe ich dazu noch nicht gehört oder gefunden. Erdwärme soll effizienter sein, aber die Luft-Wasser-Wärmepumpe seien mittlerweile auch sehr leistungsfähig und würden sich daher mehr lohnen. Der Trend ist daher auch eher die Luft-Wasser-Wärmepumpe, die in der Anschaffung etwas günstiger ist als die Erdwärme-Anlage. Die Preise sind ja momentan überall stark angezogen. Kann uns jemand zu dem Thema weitere Infos geben, die uns bei der Entscheidung weiterhelfen?
3) Eisspeicherheizung: Der Heizungs-/Brunnenbauer hat als Alternative sogar noch eine Eisspeicherheizung vorgeschlagen, da dort keine Genehmigung erforderlich ist. Ich kenne jedoch niemanden der ein solches Heizsystem nutzt. Was haltet ihr davon?
Vielen Dank für Eure Hilfe und viele Grüße!
wir möchten unsere Gasheizung (über 30 Jahre alt) gegen eine neue austauschen. Zudem wollen wir die klassischen Heizkörper entfernen und eine Fußbodenheizung im ganzen Haus installieren. Diese wollten wir in den Estrich einfräsen. Es sei denn eine Kompletterneuerung mit neuem Estrich etc. ist sinnvoller?
1) Hydrogeologisches Fachgutachten: Als Heizungsart hatten wir eine Erdwärmepumpe in Betracht gezogen (Geothermie). Da das Gebäude jedoch in einem Wasserschutzgebiet liegt, ist ein sog. hydrogeologisches Fachgutachten erforderlich, damit geprüft werden kann, ob Erdwärme zulässig ist und in welchem Ausmaß (Tiefe, Sole, Anzahl Bohrungen). Die Wasserbehörde ist da leider sehr genau. Ich habe das Merkblatt mit den Vorgaben für das Gutachten mal beigefügt.
Habt ihr schon mal von so einem hydrogeologischen Gutachten gehört und wisst ihr was das kostet? Wir können das Ganze leider gar nicht einschätzen und wollten uns mal erkundigen, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat.
2) Vergleich Luft-Wasser-Wärmepumpe und Erdwärme: Die beiden Systeme werden ja immer miteinander verglichen. Der eine sagt das, der andere das. Aber so richtige Fakten habe ich dazu noch nicht gehört oder gefunden. Erdwärme soll effizienter sein, aber die Luft-Wasser-Wärmepumpe seien mittlerweile auch sehr leistungsfähig und würden sich daher mehr lohnen. Der Trend ist daher auch eher die Luft-Wasser-Wärmepumpe, die in der Anschaffung etwas günstiger ist als die Erdwärme-Anlage. Die Preise sind ja momentan überall stark angezogen. Kann uns jemand zu dem Thema weitere Infos geben, die uns bei der Entscheidung weiterhelfen?
3) Eisspeicherheizung: Der Heizungs-/Brunnenbauer hat als Alternative sogar noch eine Eisspeicherheizung vorgeschlagen, da dort keine Genehmigung erforderlich ist. Ich kenne jedoch niemanden der ein solches Heizsystem nutzt. Was haltet ihr davon?
Vielen Dank für Eure Hilfe und viele Grüße!
D
Deliverer16.07.22 09:32Wie schon geschrieben ist das Wichtigste das Dach. Am besten gleich an Photovoltaik denken, dann muss man nicht zweimal rauf.
Dann in Eigenleistung die Kellerdecke, dann die Fenster und Türen zumindest "anschauen". Außendämmung sollte immer das Letzte sein, da Kosten/Nutzen häufig in keinem guten Verhältnis steht.
Dann in Eigenleistung die Kellerdecke, dann die Fenster und Türen zumindest "anschauen". Außendämmung sollte immer das Letzte sein, da Kosten/Nutzen häufig in keinem guten Verhältnis steht.
FCBenne04 schrieb:
Die Außenfassade (Klinker) möchten wir ungerne mit einem WDVS verkleiden. Welche Maßnahmen könnt ihr empfehlen?
Was ist denn zwischen Klinker und Innenwand? Wenn es nur Luft ist, kann man mit Einblasdämmung noch viel holen. Wenn dort schon Kineralwollr zwischen ist, ran an die Fenster und den Dachboden.
FCBenne04 schrieb:
Der aktuelle Energieverbrauch (Gas) beträgt etwa 25.000 kwh pro Jahr. Die Wohnfläche beträgt etwa 125 m². Das Haus ist freistehend. Die Temperaturen sind im Winter max. bei -10-15 °C.mir wird gerade schwindelig bei den Zahlen. Warum 25000KWh? Mein Haus ist größer, älter und (deutlich) schlechter gedämmt und kostet aktuell das Äquivalent zu 3000 Litern Öl. Ist Gas aktuell mehr als doppelt so teuer wie Öl oder ist das Haus "undicht"?A
Axolotl-neu16.07.22 19:28i_b_n_a_n schrieb:
Mein Haus ist größer, älter und (deutlich) schlechter gedämmt und kostet aktuell das Äquivalent zu 3000 Litern Öl.Das sind gerade knapp 4.500€ Heizkosten bzw. 30.000kWh. Ist nicht viel mehr als beim TE. Aber Öl ist gerade ein Schnäppchen im Vergleich zu Gas. Trotzdem ne Katastrophe...F
FCBenne0424.07.22 14:56Deliverer schrieb:
Wie schon geschrieben ist das Wichtigste das Dach. Am besten gleich an Photovoltaik denken, dann muss man nicht zweimal rauf.
Dann in Eigenleistung die Kellerdecke, dann die Fenster und Türen zumindest "anschauen". Außendämmung sollte immer das Letzte sein, da Kosten/Nutzen häufig in keinem guten Verhältnis steht.Das hört sich nach einem Plan an.
Eine weitere Frage hätte ich noch: Was haltet ihr davon eine Fußbodenheizung in den Estrich einzufräsen anstatt alles neu zu machen? Soll wohl günstiger sein und wesentlich schneller gehen, da der Estrich nicht raus muss und trocknen muss. Als Nachteil habe ich gelesen, dass die Wärme nicht so im Boden verteilt und speichert, d.h. es auch kalte Stellen auf dem Boden gibt. Mangels Praxisbeispielen habe ich mir leider noch kein Bild irgendwo machen können. Vielleicht hat ja jemand von euch Erfahrungen gemacht.
A
Axolotl-neu08.08.22 12:02FCBenne04 schrieb:
Was haltet ihr davon eine Fußbodenheizung in den Estrich einzufräsen anstatt alles neu zu machen? Soll wohl günstiger sein und wesentlich schneller gehen, da der Estrich nicht raus muss und trocknen muss.Nix.- unflexibel im Hinblick auf Verlegeabstände
- i.d.R. nur dünne Röhrchen
- preislich nicht viel günstiger als es "richtig" zu machen
- Entsorgung und neuer Estrich werden gefördert (sofern Förderung für die neue Heizung in Anspruch genommen wird)
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